INTERNET GLOSSAR

Access: Möglichkeit des Zugriffs auf einen Online-Dienst.

Acquirer: Unternehmen, das Akzeptanzstellen für Kreditkartenzahlung akquiriert (z.B. Handel, Hotels, Gaststätten, Autovermieter, Fluggesellschaften) Acquirer: benötigen für ihre Tätigkeit von der entsprechenden Bank oder Kartenorganisation eine Lizenz.

ADEPT: Automated Debiting and Electronic Payment for Transport. Von der europäischen Gemeinschaft finanziertes Forschungsprojekt.

Algorithmus: Rechenverfahren

API: Application Programmers Interface; einheitliche Programmierschnittstelle

Applet®: Java Programm

Archie: Der Archie-Dienst ist ein Katalogisierungsservice für ® FTP-Server

Asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren: Für Verschlüsselung und Entschlüsselung werden - im Gegensatz zu symmetrischen Verfahren - verschiedene Schlüssel benötigt.

ATM: Asyncronous Transfer Mode; Standard für ein zellenorientiertes Übertragungsprotokoll, bei dem unterschiedlicher Service (Sprache, Viedeo und Daten) in kleinen gleichgroßen Paketen transportiert wird Authentikation Identitäts- und Berechtigungsnachweis. Authentisierung Prüfung der Echtheit bzw. Glaubwürdigkeit eines Systemteilnehmers oder einer Systemkomponente.

Authentizität: Echtheit, Glaubwürdigkeit

Autorisierung: Prüfung einer Transaktion auf Zulässigkeit anhand diverser Kriterien wie z.B. Prüfung des Kartengültigkeitszeitraums, Richtigkeit der Kartennummer, Abfrage einer Kartensperrlinke, Richtigkeit der PIN, Einhaltung eines finanziellen Gesamtlimits je Monat / Woche, Einhaltung eines Maximalbetrages je Transaktion.

Biometrische Verfahren: Verfahren zur Prüfung der Identität von Systemteilnehmern auf der Basis individueller biologischer Merkmale.

B-ISDN: Breitband-ISDN, Standard für Verbindungen von 155 Mbps bis 622 Mbps. Als Übertragungsprotokoll wird ® ATM verwendet.

Black List: Liste von Karten, die aufgrund von Verlust- oder Diebstahlsmeldungen gesperrt wurden.

BOOTP: Protokoll über das ein Netzwerkteilnehmer die IP-Adresse seines Ethernet Interface ermitteln kann. Das Protokoll wird beim booten im Netzwerk benutzt.

Browser: Programm, mit dessen Hilfen man durch das ® WWW blättern (browsen) kann, z.B: Netscape Navigator oder Microsoft Internet Explorer.

CAPI: Common ISDN API, (® API) API für den Zugriff auf den ISDN-Dienst.

Certificates: Digitale Dokumente, die die Beziehung eines Public Key zu einer natürlichen Person und / oder einer Rechtspersönlichkeit darstellen. Sie sollen sicherstellen, daß ein bestimmter Public Key in exklusiver Verbindung zu einem Nutzer steht.

CGI: Common Gateway Interface

Challenge response Verfahren: Verfahren zur Authentisierung von Systemkomponenten

Chat: Unterhaltung zweier Anwender mittels Tastatur und Bildschirm

Chipkartenleser: Lese- / Schreibeinheit für Chipkarten

CH-NIC: Deutsches Network Information Center; verwaltet die Internet-Adressen der Top-Level-Domain .ch.

CIS: CompuServe Information Services; offizieller Name des CompuServe-Dienstes.

Class-C-Netz: Die Datenübertragung im Internet erfolgt auf der Basis von ® IP-Nummern. Jeweils 256 dieser Nummern sind zu Class-C-Netzen zusammengefaßt. Ein solches Netz bietet Platz für bis zu 254 Rechner (jeweils eine Adresse ist für das Netzwerk und sog. Broadcast reserviert). Eine Unterteilung dieses Netzwerkes in Subnetze ist möglich.

Clearing: Abrechnung von Verkäufen und Dienstleistungen, die von Akzeptanzstellen an Karteninhaber erbracht wurden. Aufgrund der eingereichten Umsätze werden die Beträge den Akzeptanzstellen gutgeschrieben und die Karteninhaber entsprechend belastet.

Clear text = plain text: Unverschlüsselter bzw. entschlüsselter Text

Client: (engl. Kunde) Eine Software, die zur Ausführung einer Aufgabe auf die Ressourcen anderer Programme zugreift, die meist auf anderen Rechnern liegt.

Close coupling: Verfahren zur Datenübertragung zwischen kontaktlosen Karten und Endgeräten, bei dem der Abstand zwischen Chip und Chipkartenleser nicht größer als 2mm ist.

C-Set: Chip Secure Electronic Transaction, der um den Einsatz von Chipkarten erweiterte SET-Standard.

Cyberspace: Wortkreation aus einem Fantasy-Roman, mit der eine von Computern dominierte Kultur und Gesellschaftsform beschrieben wird. Der Wortbestandteil "Cyber" wird oft in Kombination mit anderen Wörtern - vorwiegend aus dem Internet-Bereich - verwendet.

Datenstring: Zusammenhängende Folge von Daten

DEA: Data Encryption Algorithm; Bezeichnung eines ANSI für den DES Debitkarte Karte im Zahlungsverkehr, bei der die Abbuchung vom Konto des Kunden unmittelbar nach dem Zahlungsvorgang fällig ist.

DES: Data Encryption Standard, ein von IBM entwickelter symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus. Inzwischen erweitert auf double bzw. tripple DES.

DFÜ: Datenfernübertragung

Digitale Signatur: Eine kryptographisch aus einem Text und einem geheimen Schlüssel erzeugte Zeichenfolge, die einem elektronischen Textdokument oder einer Datei angefügt wird. Sie bezeugt die Authentizität des Absenders, da sie nur vom Inhaber des geheimen Schlüssels erzeugt worden sein kann.

Domain: Die Domain entspricht einem Namensraum im Netz, unter dem alle Rechner eingetragen sind, die in dem dazugehörigen Teilnetz eingesetzt werden. In Deutschland werden in der Regel Domainnamen unter der sog. Top-Level-Domain .de vergeben, jedoch sind auch .com-Domains möglich. Die Adressierung im Internet erfolgt mit Hilfe des Domainnamen, wodurch er gewissermaßen als Visitenkarte im Internet anzusehen ist.

Domain-Name: Weltweit gültige Namenskennung für Host-Rechner, die an das Internet angeschlossen sind.

Duale Signatur: Eine Variante der digitalen Signatur im Rahmen von SET. Zwei Nachrichten werden in nur einem Vorgang digital unterschrieben.

Electronic Cash: Produktbezeichnung des deutschen Systems zur automatisierten Abwicklung von eurocheque-Kartenzahlungen mit PIN-Eingabe.

Electronic Commerce: Angebot und Nachfrage, die auf elektronischem Wege online z.B. über das Internet abgewickelt werden.

Electronic Purse: Elektronische Geldbörse

Elektronische Unterschrift = digitale Signature: Mail Elektronische Post; eine der Hauptanwendungen im Internet.

Emittent: Eine Institution, die Karten ausgibt (emittiert)

Endgerät: Gerät, in dem mit Hilfe eines Chipkartenlesers die Kommunikation mit der Chipkarte abgewickelt und in dem die anwendungsspezifische Bearbeitung ausgeführt wird.

Evidenzzentrale: Organisationseinheit innerhalb des GeldKarten-Systems, zuständig u.a. für die Überprüfung eingereichter Umsätze, Reklamationsbearbeitung sowie Vorbereitung der Zahlungsverkehrsdaten für das Clearing.

FAQ: Frequently Asked Questions; Sammlung häufig gestellter Fragen und Antworten

Firewall: Sicherheitsvorkehrung zum Schutz eines internen Netzwerks, das an externe Netzwerke angeschlossen ist. Im Prinzip ein einzelner Computer oder Router, der als Filter in alle Verbindungen / Übertragungen mit der Außenwelt zwischengeschaltet ist. Wer und was passieren darf, kann vom Betreiber festgelegt werden.

Flag: Datenelement, dessen Inhalt einen bestimmten Zustand in einer Anwendung anzeigt.

Floor: Limit Höchstbetrag für Kreditkarten, bis zu dem die Zahlung garantiert wird, ohne daß bei der zuständigen Stelle eine Autorisierung eingeholt wird.

FTP: File Transfer Protocol; Protokoll zum Zugriff auf Dateien von fremden Rechnern im Internet.

Gateway: Computer, der Daten aus einem Netzwerk in ein anderes überträgt, quasi ein Übergang zwischen verschiedenen, nicht kompatiblen Systemen. Im Internet meist der Übergang von einem Netz in ein anderes.

Geldkarte: Bezeichnung der Electronic-Purse - Funktion des deutschen Kreditgewerbes. Wird nach erfolgreichem Pilottest sowohl in eurocheque- als auch Kundenkarten der deutschen Banken und Sparkassen integriert als auch als kontonunabhängige Chipkarte realisiert.

Gopher: Ein erster Ansatz zum strukturierten Anbieten von Informationen. Gopher stellt Intformationen in einer hierarchischen Anordnung zur Verfügung.

Hash-Algorithmus: Ein mathematisches Verfahren, das aus einem Klartext einen Message Digest oder Hash-Wert in Form einer Bitfolge extrahiert. An den Klartext angefügt, dient sie der Authentisierung und Prüfung der Integrität.

HBCI: Homebanking Computer Interface; Standard des zentralen Kreditausschusses (ZKA) für multibankingfähiges Online-Banking.

Hit: Bezeichnung für den Zugriff auf eine Seite im ® WWW.

Homepage: Die erste Seite eines Angebotes im ® WWW, von der aus auf die anderen Seiten zugegriffen werden kann (Links). Die Homepage enthält vielfach das Inhaltsverzeichnis des Angebotes.

Host: (engl. Wirt) Dienstanbietender Rechner im Internet, in den sich der User einwählt, um ins Internet oder einen proprietären Dienst zu gelangen. Jeder Internet-Host hat eine IP-Adresse und einen Internet-Namen.

Hot Card File: Datei, in der Daten von Karten gespeichert sind, die aktuell mißbräuchlich eingesetzt werden.

HTML: HyperText Markup Language. Die Sprache, in der WWW-Seiten programmiert werden, damit sie vom ® Browser in der gewünschten Form dargestellt werden. Es gibt mehrere Standards (neueste Version HTML 3.0) und Varianten (z.B. NHTML mit Netscape-spezifischen Erweiterungen):Hypertext Transfer Protocol, das vom WWW verwendete Übertragungs-Protokoll. Mit Hilfe dieses Protokolls können Browser HTML-Dokumente erkennen und ihre Inhalte darstellen.

Hyperlink: Charakteristikum der Hypertext Markup Language (HTML). Hyperlinks bringen den User aus einem Dokument im Internet zu einem anderen, auf das der Hyperlink verweist. Diese Hyperlinks sind daran zu erkennen, daß sie eine andere Farbe haben als der sonstige Text und daran, daß sie unterstrichen sind. Auch hinter Bildern können sich Hyperlinks verbergen, die man spätestens dann erkennt, wenn man mit dem Cursor über sie hinweggeht (der Pfeil verwandelt sich in eine zeigende Hand).

ICP: Internet Content Provider. Ein Dienstleister, der auf einem eigenen Server die Web-Sites anderer Unternehmen betreibt.

Initialisierung: Prozedur, bei der bestimmte Daten im Chip eingetragen werden müssen, bevor die Karte das erste Mal verwendet werden kann.

Internet: Weltweiter Verbund von Computer-Netzwerken, der aus dem (ursprünglich militärischen) ARPANET hervorgegangen ist.

Internet-Provider: Dienstleister, der eine Verbindung zum Internet anbietet.Anschlußpunkt an das Internet sowie Dienstleistungs- und Supportzentrum für die professionelle Kundenbetreuung.

Intranet: Internes, nach außen abgeschirmtes Computer-Netzwerk, das die gleiche Technologie wie das Internet verwendet.

IP: Internet Protocol; grundlegendes Protokoll für die Datenübertragung im Internet.

IP-Adresse: Eine logische 32-Bit Adresse, mit Hilfe derer ein TCP/IP-Host identifiziert wird. Jede IP-Adresse hat zwei Teile: die Netzwerk-ID und die Host-ID. Die Netzwerk-ID identifiziert alles Hosts, die auf dem gleichen physikalischen Netzwerk liegen. Die Host-ID identifiziert eine Einheit innerhalb des Netzwerkes, z.B. einen Computer oder Router. Die Adresse besteht auf 4 Nummernserien, wobei jede Nummer eine Zahl von 0 bis 255 sein kann.

ISDN: Integrated Services Digital Network, wurde aus den vorhandenen (analogen) Telefonsystemen entwickelt. Das Netz basiert ausschließlich auf digitalen Schalt- und Leitungseinrichtungen und kann sowohl Sprache als auch Daten, Bilder, Videos und Musik übertragen.

ISO: International Standard Organisation; Internationales Normierungsgremium

ISP: (® Internet Service Provider)

Issuer: Herausgeber (Emittent) einer Karte.

JAVA: Plattformunabhängige Programmiersprache auf der Grundlage von C++, mit der Anwendungen, sog. Applets, geschrieben und mit einem JAVA-Compiler optimiert werden.

Key: Kryptografischer Schlüssel

Komprimierung: Verfahren, eine größere Menge Daten in einer kleineren Menge so abzubilden, daß daraus die ursprünglichen Daten rekonstruiert werden können.

Kreditkarte: Zahlungskarte, bei der ein meist revolvierender Kredit für die mit Karte getätigten Zahlungen eingeräumt wird. Auch Karten, die nicht mit einem Kredit, sondern mit einem festgelegten Zahlungsziel (z.B. Abrechnung einmal monatlich) verbunden sind - und das ist in Deutschland meistens der Fall - werden als Kreditkarten bezeichnet.

Krypto-Einheit: Hardware-Einheit, die alle Sicherheitsanforderungen an kryptografische Geräte erfüllt, in denen Schlüssel im Klartext gespeichert werden und kryptografische Algorithmen ablaufen.

Kryptografie: Anwendung mathematischer Theorien und Verfahren (Algorithmen) zur Verschlüsselung von Nachrichten oder Daten.

Kryptografische Schlüssel: Nach den Regeln des jeweiligen Verfahrens erzeugte Werte, die in der Kryptografie zur Ver- und Entschlüsselung von geheimen Schlüsseln und Daten zur Bildung und Prüfung von Prüfwerten verwendet werden.

LAN: Local Area Network; im allgemeinen die Netzwerkumgebung im Büro.

MAC: Message Authentication Code, die Erweiterung einer Nachricht um einen Code, der durch einen kryptographischen Algorithmus (Hash-Wert) aus einem Schlüssel und der Nachricht selbst berechnet wird. Er dient dem Ursprungsnachweis einer Nachricht.

Mailaccount: Bezeichnung für die Regelung der Zugangsberechtigung zu einer Mailbox.

MailTrust: Bezeichnung des von einer Reihe verschiedener Unternehmen in Deutschland getragenen Projekts zur Anwendung der digitalen Signatur und von Verschlüsselungsverfahren für den elektronischen Datenaustausch.

MAN: Metropolitan Area Network

Masterkey: Hauptschlüssel in einem kryptografischen System, mit dem andere Schlüssel verschlüsselt werden.

MIME: Multipurpose Internet Mail Extensions; ein Standard, der den Transport beliebiger Dateien als eMail ermöglicht.

MM-Verfahren: MM ist die Abkürzung für moduliertes Merkmal. Ein Verfahren, das im Auftrag des deutschen Kreditgewerbes zur Echtheitsprüfung für die eurocheque-Magnetstreifenkarte entwickelt wurde.

Modul: Chip, Gehäuse und Kontaktierfläche

Multifunktionskarten: Karten, die für mehr als eine Anwendungsfunktion verwendet werden können.

Name-Server: Spezielles Programm, das die Umsetzung von Rechner- und Domainnamen in die IP-Nummer durchführt. Für jede Domain muß es mindestens zwei, einen Primary- und einen Secondary-Nameserver, geben.

NCSA: National Center for Supercomputer Applications

Netzbetreiber: Organisation, die ein Kommunikationsnetz, bestehend aus Rechnern, Übertragungsleitungen und Endgeräten oder Anschlüssen für Endgeräte, betreibt.

Netzwerk: Eine Gruppe untereinander verbundener Computer, die bestimmte Ressourcen (z.B. Software) gemeinsam nutzen.

News: Nachrichten aller Art, die in ® Newsgroups zusammengefaßt werden.

Newsgroup: Diskussionsgruppe zu einem bestimmten Thema, über das sich die Anwender öffentlich austauschen können.

NNTP: Network News Transfer Protocol; Verfahren, mit dem Newsartikel transferiert werden.

Non Repudiation: Unmöglichkeit, die Urheberschaft zu leugnen

Off line: Ohne Verbindung zu einem Computersystem

On line: Mit Verbindung zu einem Computersystem

PDF: Portable Document Format; Hypertext-fähige Seitenbeschreibungssprache der Firma Adobe.

PEM: Privacy Enhanced Mail; Verfahren zur Erzeugung einer elektronischen Unterschrift und Verschlüsselung.

Personalisierung: Vorgang, in dessen Verlauf Karteninhaber-bezogene Daten auf das Kartenmaterial bzw. die Datenträger geschrieben werden.

PGP: Pretty Good Privacy, von Phil Zimmermann; Programm zum digitalen Signieren, Ver-und Entschlüsseln elektronischer Post mit Hilfe von symmetrischen und asymetrischen Verschlüsselungsverfahren.

PIN: Personal Identification Number; persönliche Geheimnummer

Plug-In: Softwaremodul zur Erweiterung vorhandener Programme (z.B. Internet Explorer, Netscape Communicator) durch eine definierte Schnittstelle (API). Plug-In Sehr kleine Chipkarte (SIM) für den Mobilfunk, die in die Geräte gesteckt wird. Im Gegensatz zu den Chipkarten für den Mobilfunk im Scheckkartenformat sind sie dafür gedacht, im Gerät zu bleiben.

POP: Point of Presence; Bezeichnung für einen Einwählknoten ins Internet, den ein Provider seinem Kunden zur Verfügung stellt.

POP3: Post Office Protocol, vers. 3; mit POP3 kann ein Anwender Post vom Mailserver auf seinen PC laden.

POS: Point of Sale; Ort der Kaufentscheidung

PPP: Point-to-Point Protocol; Datenübertragungsprotokoll für serielle Verbindungen.

Private Key: Geheimer Schlüssel eines asymmetrischen kryptografischen Verfahrens

Protokoll: Festlegung der physikalischen und logischen Details der Kommunikation zwischen technischen Komponenten. Für verschiedene Aufgaben sind verschiedene Protokolle definiert, z.B. ® ftp, ® http oder ® smtp.

Provider: Anbieter von Internet-Zugängen. Der Provider verfügt über einen Server mit Zugang zum Internet, der über eine Datenleitung mit möglichst hoher Bandbreite erfolgt. Auf diesen Server kann man sich als Abonnent gegen eine Gebühr einwählen und den Zugang zum Internet nutzen.

Proxy-Server: Internet-Server eines Providers oder einer großen Firma, der gleichzeitig als Zwischenspeicher für häufig abgerufene Internet-Seiten eingesetzt wird. Mit Hilfe dieses Cache-Speichers wird vermieden, daß jede Anfrage auf eine Internet-Seite mit einem Zugriff auf den Primärserver verbunden ist, was die Geschwindigkeit der Datenleitung negativ beeinflussen würde.

Prozessor Chip: Ein für Chipkarten typischer Prozessorchip besteht aus CPU, RAM, ROM, EEPROM und Ein- / Ausgabeeinheit. Kann im Gegensatz zum Speicher-Chip auch selbständig Rechenoperationen durchführen

Public Key: Öffentlicher Schlüssel eines asymmetrischen kryptografischen Algorithmus

Public / Private Key Cryptography: Kryptographieverfahren, bei dem jeder Teilnehmer über zwei Schlüssel verfügt: der Public Key ist öffentlich und wird bei einer Übertragung mit übertragen, der Nachrichtenempfänger kann die Botschaft allerdings nur mit dem zusätzlichen (geheimen) Private Key entschlüsseln.

Real Time: Zum Zeitpunkt der Transaktion

Remote Coupling: Verfahren zur Datenübertragung zwischen kontaktlosen Karten und Endgeräten, bei dem die Chipkarte in bis zu 10 cm Entfernung am Endgerät vorbeigeführt wird.

Renewal: Turnusmäßige Ausgabe von Karten für den erneuten Einsatz der Karte nach Ablauf der Verfallzeit.

Reservierter Zugang: Bei einem reservierten Zugang wird dem Kunden eine eigene Telefonleitung (ISDN Wählleitung, SPV oder Standleitung) und ein eigener Routerport exklusiv zur Verfügung gestellt, so daß er jederzeit ohne Wartezeiten mit dem Internet verbunden werden kann. Der reservierte Zugang ist dringend zu empfehlen, wenn ein WWW-Server oder andere Dienstleistungsserver betrieben werden sollen, die ständig erreichbar sein müssen.

RFC: Request for Comments; Texte, die sich mit der Kommunikation beschäftigen und Standards protokollieren. RFC's bilden den Internet Standard.

rlogin: Terminal Emulation, ähnlich wie Telnet, Bestandteil der meisten Unix Versionen.

Router: Spezielle Hardware oder ein Computer, der den Austausch von Datenpaketen innerhalb eines Netzwerkes koordiniert und abwickelt. Für Datenpakete wird der beste Weg im Netzwerk ermittelt und die Daten auf diesem Weg weiterleitet.

RSA: Asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren nach dem Public / Private-Key-Konzept, benannt nach seinen Entwicklern Rivest, Shamir, Adleman.

Schlüssel: Bestandteil eines Verschlüsselungsverfahrens, meistens in Form einer Zahl.

Schlüsselmanagement: Verfahren zum Erzeugen, Verteilen, Speichern und Vernichten von (elektronischen) Schlüsseln; dazu Sicherung der Geheimhaltung von Schlüsseln.

Secret Key: Geheimer Schlüssel eines symmetrischen kryptografischen Verfahrens

Server: Spezielle Softwarepakete, die auf einem Hostrechner in vernetzten Systemen bestimmte Funktionen und Anwendungsprogramme auf Anforderung eines anderen Computers im Netz (Client) ausführen oder diesem spezielle Dienste zur Verfügung stellt (z.B. WWW, ftp oder Mail).

Service Provider (SP): Unternehmen, die bestimmte Internet-Dienstleistungen anbieten, werden so bezeichnet (auch Internet Service Provider genannt)

SET: Secure Electronic Transactions wurde in Zusammenarbeit mit Visa und MasterCard (später auch American Express) entwickelt und soll die sichere Verarbeitung von Kreditkarten-Transaktionen über das Internet gewährleisten. Außerdem sind unter anderem die Firmen Microsoft, VeriSign, Netscape, IBM und VeriFone am Projekt beteiligt.

Settlement: Kontenausgleich im Rahmen eines Abrechnungsverfahrens.

SGML: Standard Generalized Markup Language.

Signature: (engl. Unterschrift) Eine automatisch erzeugte Information über den Absender einer e-Mail oder sonstigen elektronischen Botschaft.

SIM: Subscriber Identification Module; So wird die Chipkarte in GSM-Netzen oder auch GeldKartenterminals bezeichnet. SIM's können Karten im Scheckkartenformat oder Plug-Ins sein.

Smart Card: Karte mit einem Mikroprozessorchip

SMTP: Simple Mail Transfer Protocol. Einfaches Protokoll zum Senden und Empfangen von e-Mail.

Software Download: Laden von Software in ein System über eine Datenleitung

SPX / IPX: Sequential Packet Exchange / Internetwork Packet Exchange; Netzwerkprotokoll von Novell.

Standby Modus: Das Gerät bleibt betriebsbereit und braucht für die weitere Benutzung nicht die Startroutinen zu durchlaufen.

SSL: Secure Socket Layer Protokoll, von Netscape entwickelt, setzt auf die Socket-Schnittstelle, dem Standard für den Zugriff auf TCP (Transmission Control Protocol) unter Unix und Windows, auf. SSL soll jedes zuverlässige Transportprotokoll um ein Konzept für einen sicheren Kanal (Vertraulichkeit, Authentifikation, Datenintegrität) erweitern.

Subdomain: Innerhalb einer ® Domain können mehrere Subdomains vergeben werden, die vor dem eigentlichen Domainnamen angegeben werden. So ist z.B. frankfurt.netsurf.de eine Subdomain von netsurf.de.

Symmetrisches Verschlüsselungsverfahren: Für Verschlüsselung und Entschlüsselung wird - anders als beim asymmetrischen Verfahren - der gleiche Schlüssel verwendet.

TCP/IP: Transmission Control Protocol (TCP) und Internet Protocol (IP) als offizielles Protokoll für das ARPANET. Der Zusammenschluß verschiedener Netzwerke unter diesem Protokoll bedeutete 1982 die Geburtsstunde des Internet. Heute sind unter dem TCP/IP eine Vielzahl von Protokollen zusammengefaßt, die die Kommunikation und den Datenaustausch von Rechnern innerhalb des Internet aber auch innerhalb von firmeneigenen LANs regeln.

Telnet: Standard Internet Terminal Emulation Protokoll; Software, die die Remote-Steuerung anderer Rechner ermöglicht.

Terminal: Endgerät zur Bearbeitung von Chipkarten, Magnetstreifenkarten oder Hybridkarten, meistens bestehend aus Kartenlese- / -schreibeinheit, Tastatur, Display, Drucker und Datenübertragungseinheit.

Transaktion: Vorgang; Folge von Nachrichten, die zwischen verschiedenen Systemkomponenten ausgetauscht werden und zu einem logischen Vorgang gehören.

Transparent: Nicht sichtbar, durchsichtig, so als wäre es nicht vorhanden. In der elektronischen Datenverarbeitung wird eine Systemkomponente oder ein Verarbeitungsschritt als transparent bezeichnet, wenn die Anwendungsdaten logisch nicht verändert werden, d.h. an den Daten läßt sich nicht feststellen, ob diese Systemkomponente bzw. dieser Verarbeitungsschritt durchlaufen wurden.

Transport-PIN: Bei der Personalisierung in den Chip geschriebene PIN. Dadurch, daß eine Transport-PIN verwendet wird, wird sichergestellt, daß kein Unbefugter die Karte benutzen kann, wenn sie ihm auf dem Transportweg zum Karteninhaber in die Hände fällt. Sie ist nur für die Eintragung einer vom Karteninhaber gewählten PIN gültig. Der Karteninhaber muß die PIN ändern, bevor er die Karte benutzt.

Trust Center: Oberste, unabhängige Zertifizierungs-Instanz an der Spitze einer auf Zertifikaten beruhenden Sicherheitshierarchie.

TSS: Transaction Security System; Chipkarten-basiertes Sicherheitssystem der Firma IBM für IBM-Computer-Systeme.

URL: Uniform Resource Locator, Seitenadresse im Internet, die sich i.d.R. aus der Adresse des Domain-Name-Servers mit den Verweisen der darunterliegenden HTML-Seiten zusammensetzt.UUCPUnix-to-Unix Copy Programm; Protokoll zur Kommunikation zwischen Unix-Systemen.

Virtuell: Nicht wirklich und nicht physisch präsent. Häufig synonym für "computer-generiert" gebraucht.

Virtueller Server: Normalerweise läuft auf einem Rechner nur ein WWW-Server. Als virtueller Server wird ein WWW-Server bezeichnet, der sich gemeinsam mit anderen Servern einen Rechner teilt.

Virtuelles privates Netz (VPN): Für die Vernetzung von Betriebsstätten oder Filialen besteht die Möglichkeit, über MISC-Leitungen ein kostengünstiges internes Netz aufzubauen, das keine Daten über das eigentliche Internet austauscht. Dies bietet für die übertragenen Daten eine sehr hohe Sicherheitsstufe, da die Leitungswege unmittelbar kontrolliert werden.

VME: VISA, MasterCard, Europay- Chripkarten-Spezifikation

VRML: Virtual Reality Markup Language

WAIS: Wide Area Information Server; Software zum Abrufen von Informationen aus Datenbanken, die über das gesamte Internet verteilt sind.

WAN: Wide Area Network

Winsock: API für Socketverbindungen für Microsoft Windows, um die Internet Dienste nutzen zu können.

WWW: World Wide Web, ein auf Hypertext basierendes Informationssystemen im Internet, unterstützt von Grafiken, Sounds Videos und Animationen.

Zertifizierung: Bestätigung, daß es sich bei einem public key um einen authentischen Schlüssel handelt bzw. daß ein Bauartmuster allen Sicherheitsvorschriften die für die entsprechende technische Komponente gelten, entspricht.

Zugriffsschutz: Maßnahmen zum Schutz von Computern, Programmen und Dateien vor unberechtigtem Zugriff.